Sören Urbansky

Kolonialer Wettstreit

Russland, China, Japan und die Ostchinesische EisenbahnI

(Globalgeschichte - Band: 4, Herausgegeben von Sebastian Conrad, Andreas Eckert und Ulrike Freitag)

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Inhaltsverzeichnis

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Aus dem Inhalt

Zwischen der Mongolei und Korea liegt die Mandschurei, ein zu Beginn des 20. Jahrhunderts dünn besiedeltes, aber rohstoffreiches und strategisch wichtiges Gebiet. Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts versuchten sowohl Russen als auch Japaner, dieses zu China gehörende Gebiet zu erringen. Russland begann daher 1896 mit dem Bau der Ostchinesischen Eisenbahn, die eine exterritoriale Verlängerung der Transsibirischen Eisenbahn war und deren Geschichte Sören Urbansky hier erzählt. Die Bahn erweist sich als Verkehrs-, Kommunikations- und Kolonisationsmittel: Sie war nötig für den Transport von Menschen und Waren und den Austausch von Informationen. 1952 übergab die Sowjetunion die Ostchinesische Eisenbahn an die Volksrepublik China – damit endet dieses spannende Lehrstück der Kolonialgeschichte.

Abstract

This book examines the impact of railways in Manchuria, a frontier region of late Imperial China. It covers a multi-layered study of the Chinese Eastern Railway’s history, a semi-colonial Russian transportation project, from its construction in the late 1890s through the early 1950s when the line was finally handed over to the People’s Republic of China. By examining this historically important case from a transnational and cultural historical perspective, Sören Urbansky clarifies the process by which railways transform space, and how intended functions clash with realities.